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Vertikale Schlauchbeutelmaschine für Kaffeebohnen: Aromaschutz und bis zu 60 Beuteln/Min.

Röstkaffee verlangt eine Linie, die Bohnen schont und Aroma hält: schonende Zuführung, Mehrkopfwaage und Siegelnaht unter 2 % Restsauerstoff. Der Artikel zeigt Aufbau, Betriebsdaten und Auswahlkriterien.

Inhaltsverzeichnis

Kaffeebohnen verpacken: Produkt zuerst, Maschine danach

Ganze Röstbohnen sind empfindlich und aromaaktiv: Falsch verpackt verlieren sie innerhalb von zwei Wochen spürbar Aroma. Kaffee verlangt von der Linie beides zugleich – hohe Stückzahlen und Produktschonung mit Aromadichtheit. Eine vertikale Füll- und Verschließmaschine mit Mehrkopfwaage und Aromaschutzbeutel deckt diese Kombination ab.

Passt eine VFFS zu Ihrem Produkt?

Anforderung VFFS mit Mehrkopfwaage Beurteilung
Bohnenschonung sanfte Becherzuführung, kurze Fallhöhen gut realisierbar
Aromaschutz Verbundfolie mit Aromasperrschicht, Begasung Standardlösung
Stückzahl 30 bis 60 Beutel/Min. branchenüblich
Beutelformen Flachbeutel, Standbeutel mit Ventil formatabhängig

Aufbau der Linie für Röstkaffee

Die Linie besteht aus vier Blöcken: Becherwerk oder Bandförderer als schonende Produktzuführung, Mehrkopfwaage für die Dosierung, vertikale Schlauchbeutelmaschine als Beutelbildner und ein Datumsdrucker für das Mindesthaltbarkeitsdatum.

Die Mehrkopfwaage dosiert Bohnen mit einer Genauigkeit von ±1 g bei 250 bis 1.000 g Füllgewicht – branchenüblich bei 10 Waagenköpfen. Die Fallhöhe zwischen Waage und Füllschacht bestimmt den Bruchanteil: Kurze Übergabestücke und gebogene Fallrohre halten den Bohnenbruch niedrig.

Aromaschutz: Ventil, Folie und Begasung

Drei Elemente sichern das Aroma:

  • Einweg-Entgasungsventil: Frisch geröstete Bohnen geben bis zu mehreren Tagen Kohlendioxid ab. Das Ventil lässt CO₂ heraus, aber keinen Sauerstoff hinein – ohne Ventil bläht sich der Beutel auf.
  • Verbundfolie mit Sperrschicht: Licht- und Sauerstoffschutz durch Aluminium oder EVOH-Mittellage; lichtundurchlässige Außenschicht schützt die Öle der Bohne.
  • Stickstoffbegasung: Beim Siegeln spült N₂ den Beutel und senkt den Restsauerstoff unter 2 %. Für gemahlenen Kaffee ist Begasung Pflicht, für Bohnen empfohlen.

Die Siegelnaht muss fettbeständig sein: Kaffeeöle setzen den Siegelbändern zu. Reinigungsfreundliche Siegelbänder und temperaturregelte Backen mit ±5 °C Toleranz sind hier Standard.

Auswahl in vier Schritten

  1. Produkt definieren: Bohne oder gemahlen? Füllgewicht 250 g, 500 g oder 1 kg? Gemahlen braucht Schneckendosierer und zwingend Begasung – ein anderes Dosiersystem als Bohnen.
  2. Dosierung festlegen: Mehrkopfwaage für Bohnen ab rund 30 Beuteln/Min.; darunter reicht eine einfachere Wägeförderung.
  3. Beutelformat und Folie klären: Standbeutel mit Ventil braucht ein anderes Formatteilset als Flachbeutel; die Folie bestimmt die Siegelparameter.
  4. Leistung und Umgebung: 30 bis 60 Beutel/Min. je nach Waage; Rolllager und Rösterei-Staub verlangen Edelstahlausführung SS304.

Was Sie für Röstkaffee nicht unterschätzen sollten

Praxiswerte aus Projektläufen: Der Bohnenbruch steigt mit jeder Kante im Produktweg – Übergabestücke kosten weniger als aussortierte Ware. Das Ventil muss zum Siegelverfahren passen, sonst undicht. Und die Rezeptur ändert sich: Wer später gemahlenen Kaffee oder Pads dazunimmt, braucht eine Maschine, die Schneckendosierer nachrüsten kann. Die Frage nach der Nachrüstbarkeit gehört in jede Anfrage.

Wann eine VFFS für Kaffee nicht passt

Bei sehr kleinen Auflagen unter 20 Beuteln/Min. und häufigem Produktwechsel ist eine Halbrautomatik oder das Vakuumieren in Dosen wirtschaftlicher. Bei pasteurisierten Produkten oder Flüssigkeiten (Kaffeekonzentrat) greift die VFFS nicht – hier führt eine Linie für Flüssigkeiten zum Ziel.

Häufige Fragen

Wie viele Beutel pro Minute sind mit Kaffeebohnen realistisch?

Branchenüblich sind 30 bis 60 Beutel/Min. mit 10-Kopf-Waage. Die Produktschonung begrenzt die Taktzahl stärker als die Maschine: Oberhalb von 60 Takten steigt der Bohnenbruch spürbar.

Braucht jede Kaffeebohnen-Verpackung ein Entgasungsventil?

Für frisch geröstete Bohnen ja – sie entgasen Kohlendioxid über Tage. Für länger gelagerte Bohnen (ab rund drei Wochen nach Röstung) reicht eine dichte Folie ohne Ventil.

Welche Folie ist für Kaffeebohnen üblich?

Eine lichtundurchlässige Verbundfolie mit Aromasperrschicht, häufig PET/AL/PE oder PET/EVOH/PE. Entscheidend sind Sauerstoffdurchlässigkeit unter 1 cm³/m² pro Tag und die Siegelfähigkeit der Innenlage.

Lässt sich gemahlener Kaffee auf derselben Maschine abfüllen?

Ja, wenn die Maschine einen Schneckendosierer aufnehmen kann. Gemahlenes Gut dosiert volumetrisch über die Schnecke und braucht zwingend eine Stickstoffbegasung – der Wechsel bedeutet einen Dosierwechsel plus Rezeptwechsel, keinen Formatteilwechsel.

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Fordern Sie technische Daten und ein Angebot für Ihre Linie an. Nennen Sie Produkt, Beutelformat und Zielleistung (Beutel/Min.) – technische Daten und Angebot anfordern.

Bild von Evelyn

Evelyn

Als Experte mit 16 Jahren Erfahrung und über 300 abgewickelten Projekten ist es mein Ziel, Ihnen gleich beim ersten Mal die am besten geeignete Verpackungslösung zu bieten.

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